05.02.2013
/ Westfalenpost
Autor: Von Beate Feische
Röhrenspring.
Eine
Ära ging am Samstagabend für die Schützen
der St.-Antonius-Schützenbruderschaft im Schützenhaus
zu Ende. Nach 31 Jahren stellte sich der 1. Brudermeister
Paul Josef Henkel nicht mehr zur Wahl.
Doch
bevor der Nachfolger gewählt wurden, begrüßte
erst Präses Pastor Ralf Thelen die Versammlung.
Er sprach auch kritische Themen an. Die katholische
Kirche hat Probleme, viele sind selbst gemacht und wären
nicht nötig. Jedoch machen die daraus folgenden
Kirchenaustritte auch vor Endorf und Kloster Brunnen
nicht Halt. Im Pastoralverbund wird es in diesem Jahr
einige Angebote zum Glaubensbekenntnis geben,
gab er bekannt.
Der
Schützenpräses verglich das Glaubensbekenntnis
mit der Satzung eines Vereins: Wer diese nicht akzeptiert,
der kann nicht Mitglied sein. Man kann aber sicher
einiges auch großzügig auslegen und Toleranz
zeigen, wie es auch in Vereinen oft praktiziert wird,
meinte er abschließend, und dankte den Schützenbrüdern
aus Kloster Brunnen und Röhrenspring, die die Kirche
so stark unterstützen.
Zügig
wurden nun die Vorstandswahlen in Angriff genommen,
bei denen sich zeigte, wie eng die Schützenbrüder
zusammen stehen. Binnen weniger Minuten waren sich alle
über die Zukunftsentscheidungen in der Antonius-Bruderschaft
mit Blick auf die kommenden drei Jahre einig. Einstimmig
in ihren Ämtern bestätigt wurden Peter Gilbert
als Königsoffizier, Bernhard König und Norbert
Osebold als Fahnenoffiziere. Zusätzlich in den
erweiterten Vorstand wurden Christian Haselberger und
Gregor Susewind gewählt.
Dass
Paul Josef Henkel tatsächlich aufhören wollte,
ließ doch noch einmal ein Raunen in der gut besuchten
Versammlung aufkommen. Doch er blieb, wenn auch schweren
Herzens bei seiner Entscheidung. Johannes Gallus, der
2001 die Königswürde von Paul Josef Henkel
übernahm, wurde als Nachfolger vorgeschlagen und
einstimmig gewählt. Steht Johannes ebenso
zur Seite, wie ihr mich stets unterstützt habt,
forderte der scheidende Brudermeister die Schützen
auf. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, Paul Josef
Henkel zum zweiten Ehrenbrudermeister zu ernennen. Diese
Würde trug Heinrich Gallus bisher allein. Auch
hier herrschte Einstimmigkeit. Der neue 1. Brudermeister
war zuvor der Schriftführer der Antonius-Schützen.
Für ihn wurde einstimmig Matthias Henkel gewählt.
Paul Josef Henkel konnte zum Schluss der Versammlung
noch bekannt geben, dass ein neues Schützenfest-Zelt
gekauft werden konnte.
Zitat:
Man kann aber sicher einiges auch großzügig
auslegen und Toleranz zeigen. Präses Ralf Thelen
zur Diskussion um Kirchenaustritte
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