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Entscheidung im November
22.07.2011 / Lokalausgabe


Sundern.

(ass)
Der Zusammenschluss der Schulen im „Alten Testament“ sowie in Endorf und Stockum war eines der Themen im Schulausschuss. Amtsleiterin Ursula Schnelle berichtete den Mitgliedern über die vier Infoversammlungen und gab einen Blick nach vorn.„Es gab großes Interesse an dem Thema“, so das Fazit von Ursula Schnelle. Sie hatte in den vier Standorten die Details zur Entwicklung der Schülerzahlen vorgestellt. seit Mitte der Woche ist ihr Power-Point-Vortrag auch im Internet (www.sundern.de) zu sehen. „Es gab viele Detailfragen und natürlich immer wieder die Fragen, warum es gerade jetzt die Standort-Frage gäbe und natürlich zum Verfahren, das zur Auswahl gewählt wurde“, berichtete sie den Mitgliedern des Schulausschusses. Die Aufmerksamkeit in den vier Versammlungen bewertete sie als hoch, obwohl jeweils 80 bis 200 Personen in den Räumen anwesend waren: „Es war aber ruhig und alle waren sehr konzentriert.“

Eine sehr häufige Frage, sei „Was passiert nach November?“ gewesen. Viele Fragen hätten sich auch um Schüler gedreht, die von Sundern oder anderen Orten in den vier Schulen angemeldet würden.

Als nächste Schritte nannte Ursula Schnelle dann die Datenermittlung durch ihr Amt. Das soll in den Ferien erfolgen, dabei wird man sich die Gebäude ansehen, die Ressourcen ermitteln, die Weglängen nachmessen und ähnliches. In der Sitzung des Schulausschusses am 13. September wird dann die Detailgewichtung von den Politikern vorgenommen. Erst danach erhalten sie „viel Material“, um zu einer Entscheidung in beiden Standortfragen zu kommen. Im Oktober soll dann der Schulausschuss und im November der Rat entscheiden: „Sie sollten Abstand von überbordenden Emotionen nehmen“, riet Ursula Schnelle. „Ich hoffe, wir treffen im November dann eine gute Entscheidung.

Nachfrage gab es vom Fraktionschef der SPD, Jürgen ter Braak: „Sie sprachen von wenig Aufsehen erregenden Infoveranstaltungen. Was war denn in Westenfeld los?“, spielte er auf den Sponsor an, der angeblich verschiedene Dinge finanzieren will (etwa Englisch-Unterricht). „Das sind Punkte, die für die Sache wenig erheblich sind“, antwortet die Schulamtsleiterin. „Ich kann verstehen, dass das in den Orten die Emotionen bewegt. Aber wir machen eine Sachabwägung und diese Dinge sind dort nicht Thema.“

Bürgermeister Detlef Lins, der aus Neutralitätsgründen an keiner Veranstaltung teilnahm, berichtete weiter: „Es war angenehm: Ich sehe, dass die Menschen verstanden haben, was wir wollen“, berichtete er aus den nachfolgenden zahlreichen Gesprächen, insbesondere auf den Schützenfesten in Endorf und Stockum.

Nicht so erfreut zeigte er sich über eine von Ratsmitglied Matthias Schute-Huermann initiierte Veröffentlichung im Mitteilungsblatt. Darin hatte der grüne Ratsherr behauptet, verschiedene Sitzungsunterlagen wären „geheim“. „Diese Unterlagen sind nicht geheim, sie stehen schon wochenlang im Internet“, so Lins. Schulte-Huermann erklärte, dass wohl eine zeitliche Überschneidung“ für die Veröffentlichung nach der Klärung verantwortlich sei.

Zitat: Sie sollten Abstand von überbordenden Emotionen nehmen. Ursula Schnelle