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Autor:
Volker Dörken
Werl/Sundern.
Sie
sind keine Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle
und schon gar keine Hells Angels auf der Stairway
to heaven. Der Treppe zum Himmel,
die - intoniert von der Rockgruppe Led Zeppelin
zum Kult-Hit (nicht nur bei Zweiradfreaks) wurde.
Die Motorrad-Fans, die am Pfingstmontag, 13. Juni, zur
Pilgerfahrt nach Werl aufbrechen, sind nach ihrer eigenen
Charakterisierung nämlich eher echte Geist-Erfahrer.
Das
gibt ein knatterndes Wallfahrts-Jubiläum,
freut sich Wolfgang Koch, einer der Mitorganisatoren
vom Dekanat Hellweg. Denn im 350. Jahr der Werler Wallfahrt
organisieren die Franziskaner erstmals eine groß
angelegte Motorrad-Pilgertour zur Wallfahrtsbasilika.
Bei
der Vorbereitung des Jubiläumsjahres ist uns gemeinsam
die Idee zu der Motorradwallfahrt gekommen, erinnert
sich Wolfgang Koch. Bei Pater Ralf Preker, Guardian
der Franziskaner und gleichzeitig Wallfahrtsleiter,
stießen die Organisatoren auf offene Ohren, denn
gerade unter den Bikern gebe es die unterschiedlichsten
Zielgruppen. Wolfgang Koch: So habe ich zum Beispiel
mit der Arbeitsgemeinschaft christliche Motorradfahrer
tolle Erfahrungen gesammelt. Eine davon sei die
Fahrt zum ökumenischen Kirchentag gewesen, zu der
er gemeinsam mit Kollegen aus Rüthen und Bielefeld
eingeladen hatte.
Auch
wenn die Lederkluft der Biker, die der Sicherheit dient,
oft bei Außenstehenden auf Ablehnung stoße,
so gebe es doch gerade unter den Motorradfahrern viele
nachdenkliche Menschen.
Wer
mit seiner Maschine durch die Natur rolle, die trockenen
Getreidefelder und den feuchten Wald im doppelten Sinne
erfahren könne, sei Gott sehr nah. Wolfgang Koch:
Ich vergleiche das Motorradfahren immer mit dem
Leben du musst Rücksicht nehmen, aufmerksam
sein, stets deine Mitmenschen im Blick haben und unvorhergesehene
Kurven mit der nötigen Umsicht bewältigen.
Wenn du zu schnell, rücksichtslos oder unvorsichtig
bist, fliegst du aus der Bahn und landest im Graben.
Deshalb
sei das Pilgern mit PS auch keine unnötige
Aufwertung des Motorradfahrens, wie es einige Kritiker
meinen. Wolfgang Koch: In dem ökumenischen
Gottesdienst, der am Pfingstmontag um 15 Uhr vor der
Werler Wallfahrtsbasilika beginnt, wird gerade viel
von Rücksicht und Verantwortlichkeit, aber auch
Freiheit die Rede sein. Das ist das Gegenteil von einem
Plädoyer für hirnloses Rasen über Landstraßen.
Das
bestätigt auch Wolfgang Lückenkemper von der
Kreispolizei in Soest. In der Vergangenheit hat er bereits
an mehreren Motorrad-Meetings teilgenommen, die ab Anfang
2000 von Pastor Uli Hölterhinken im nahen
Welver organisiert wurden: Das waren immer wunderbare
Treffen.
Und
ebenso wunderbar soll es am Pfingstmontag in Werl werden,
wenn die Sternfahrt der Biker unter dem Leitthema Moto
Maria aus vier Himmelsrichtungen in die Hellwegstadt
führt. Um 13 Uhr treffen sich die Teilnehmer an
folgenden Punkten:
West
Kirchplatz Bonifatius, Lambergstraße 33,
44289 Dortmund-Lichtendorf;
Nord
Marienplatz, Thuerstraße 25, 59269 Beckum;
Ost
Wallfahrtskapelle Zum Brünneken,
33154 Salzkotten-Verne;
Süd
Kirchplatz St. Sebastian, Sebastianstraße
10, 59846 Sundern-Endorf.
Tour-Guides
aus dem Vorbereitungsteam erwarten die motorisierten
Pilger an den jeweiligen Standpunkten zu einer kurzen
Station. Nach dem ökumenischen Gottesdienst vor
der Wallfahrtsbasilika schließt sich ein Korso
rund um Werl an. Polizeipressesprecher Wolfgang Lückenkemper,
dessen Biker-Gottesdienste immer mit dem Easy-Rider-Rocksong
Born to be wild endeten, orakelt über
das Treffen der Geist-Erfahrer: Die Mutter Gottes
breitet ihren Mantel aus, und alle Motorradfahrer werden
wohl behütet heimkehren.
Zitat:
Ich vergleiche das Motorradfahren immer mit dem Leben.
Wolfgang Koch
Bild
1:
Auf
Pilgertour: Thomas Mehr, Wolfgang Koch, Werner Vedder,
Christa Mertens, Ralf Thelen und Pater Ralf Preker (von
links nach rechts).
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